Familienzusammentreffen mit dem ELW 2 aus dem Hochtaunuskreis

Am Samstag, dem 30. Juli 2016  fuhr eine kleine Abordnung der IuK Gruppe Wiesbaden mit dem ELW 2 nach Kronberg im Taunus zu den Kollegen der IuK Gruppe Hochtaunuskreis.

ELW 2

In Kronberg steht das Schwesterfahrzeug unseres ELW 2. Da unser ELW im Generatorbetrieb beim Einschalten des Kompressors und der Klimaanlage wegen Unterspannung alle Geräte kurzzeitig abschaltet, hatten wir ein Treffen mit den Kollegen des Hochtaunuskreises.
Der Kompressor ist für den Betrieb des pneumatischen Funkmastes notwendig und die Klimaanlage ist beim Betrieb der Technik zur Kühlung unabdingbar. 


Beim ELW 2 des HTK trat dieses Problem auch auf und konnte durch einen anderen Generator gelöst werden.
Um sicherzustellen, dass ein neuer Generator auch bei uns Abhilfe schafft, wurde dies beim Zusammentreffen der Fahrzeuge getestet. 

Test der Generatoren


Der Test zeigte, dass der neue Generator eine wesentliche Verbesserung ergab. Die Spannung ist wesentlich stabiler und die Sicherheitsabschaltung wegen Unterspannung wurde nicht ausgelöst, was einen sicheren Betrieb gewährleistet. 

Anschließen gab es noch einen kleinen Erfahrungsaustausch im Umgang mit dem ELW 2 und der Arbeitsweise bei Einsätzen.

Danke an die Kollegen der Iuk Gruppe Hochtaunuskreis für das Treffen und die anschließende Führung durch den Stützpunkt.

 

ELW 2

ELW 2

ELW 2

ELW 2

Ausbildungsbiwak 2015 in Stetten

„Übungsleitstelle Stetten für den Stetten 1/11 kommen“

Diese Worte erklangen des öfteren in der Übungsleitstelle der Kaserne in Stetten am kalten Markt. Der „Stetten 1/11“, bei dem es sich eigentlich um den „Florian Wiesbaden 2/11-2“ handelt, war der Einsatzleitwagen der Zugübungen bei dem diesjährigen Ausbildungsbiwak vom 14. Mai bis 16. Mai 2015.

ELW2 (IMG_9990)

ELW2

Neben der IuK-Gruppe aus Wiesbaden machten sich rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren Blaubeuren, Blumberg, Friedberg, Gelnhausen, Grossbettlingen, Kieselbronn, Mühlacker, Remchingen, Vaihingen/Enz, Neu-Ulm, sowie Helfer des THW Villingen- Schwenningen auf den Weg nach Stetten. Ziel der Ausbildung war es die Vorgehensweise bei schwierigen Einsätzen zu optimieren.

Hierfür gab es Stationsausbildungen, bei denen zum Beispiel der Umgang mit Schlauchpaketen zu einem optimierten Schlauchmanagement geübt wurde. Der vielleicht spannendste Teil der Ausbildung waren die Zugübungen. Neben Unfällen mit Gefahrgut und einer brennenden Kita mit vermissten Personen gab es noch einige weitere Einsätze, die den Einsatzkräften immer wieder volle Konzentration abverlangten.

Wie bei den Freiwilligen Feuerwehren wurde auch die Ausbildung der IuK in 3 Stationen eingeteilt.


Station 1 war die Leitstelle und der ELW1

Die Leitstelle nahm die Einsätze von der Übungsleitung entgegen und alarmierte die zuständigen Fahrzeuge. Weitere Aufgaben waren die Dokumentation mit der Stabssoftware „CENARIO ilias“, die Übermittlung von Stoffinformationen bei Gefahrstoffunfällen an Hand der UN-Nummer und die Funkführung während des kompletten Ausbildungszeitraums.

Im ELW1 wurde die Funktion des Fahrers (zugleich Leitungsassistent) von einem IuK- Mitglied gestellt. Die Aufgaben hier waren neben dem Fahren des Fahrzeuges, die Kommunikation an der Einsatzstelle zwischen Leitstelle, dem Zugführer und den Gruppenführern vor Ort. Eine Einsatzdokumentation vor Ort zählt hierbei ebenfalls zum Aufgabenbereich.

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ELW 1 im Löschzug

 


Station 2 war der ELW2

Die Ausbildung mit dem ELW2 befasste sich hauptsächlich mit den zahlreichen Features, die das Fahrzeug liefert. Hierzu zählen der Umgang mit der Computer-Infrastruktur des Fahrzeuges, die Möglichkeiten der Telefonanlage und natürlich der Umgang mit den Analog- und Digitalfunkgeräten. Der ELW2 verwaltet bis zu 8 Funkkreise (Digital und Analog) und kann hierbei noch besondere Aufgaben wie Relais, Gateway und DMO- Repeater übernehmen. Die IP-Kamera, die seit einigen Monaten auf dem Fahrzeug verladen ist, gehörte dabei ebenso zu den Schwerpunkten wie der Aufbau und die Auswertung der Wetterstation.

Bei der Ausbildung konnte zudem das selbst entwickelte Konzept zur Inbetriebnahme des Fahrzeuges, in dem die Aufgabenverteilung festgelegt ist, auf Herz und Nieren geprüft werden.

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Station 3 war der GW-IuK

Nachdem ein Großteil des Materials aus dem GW-IuK in der Leitstelle verwendet wurde, war die Schlagkraft des Gerätewagens natürlich stark gemindert. Nicht aus dem Vollen schöpfen zu können forderte hierbei zusätzlich die Kreativität bzw. das Improvisationstalent. Mit den verbleibenden Antennen in Verbindung mit dem pneumatischen Mast konnte z.B. geübt werden wie man den Funkempfang optimieren oder durch einen DMO- Repeater für eine bessere Ausleuchtung der Einsatzstelle sorgen kann. Die Synergien von ELW2 und GW-IuK zeigte die immense Schlagkraft des Fuhrparks und auch des Personals.

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Großübung

Ein klares Highlight war natürlich die Großübung am Freitagabend. Unter dem Stichwort „Brand in Munitionsdepot“ wurden nacheinander 4 Löschzüge, Fahrzeuge des THW und schließlich auch der ELW 2 mit dem GW-IuK zu der Einsatzstelle auf dem Truppenübungsplatz gerufen. Dort angekommen warteten auf die Löschzüge diverse Aufgaben. So wurden die ersteintreffenden Kräfte von einem unter Schock stehendem Soldaten empfangen, den sie beruhigen mussten. Währenddessen mussten zwei brennenden Personen, die sich als die Wachposten des Depots herausstellten, geholfen und die vom Brand betroffenen Gebäude erkundet werden.

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Während die Einsatzstelle durch das THW beleuchtet und ein einsturzgefährdeter Gebäudeteil gesichert wurde, stand bei der Feuerwehr erst mal das Retten von vermissten Personen und das Löschen der brennenden Gebäude im Vordergrund. Der Einsatzleiter wurde hierbei durch die Besatzung des ELW1 unterstützt. Nachdem der ELW2 und der GW- IuK an der Einsatzstelle eingetroffen und in Betrieb gegangen waren, wurde die Einsatzleitung in den ELW2 verlagert. Der Funkverkehr wurde hierbei vom ELW1 aus nahtlos an den ELW2 übergeben. Im Funkraum des ELW2 arbeiteten 2 Kameraden, die sowohl in dauerhaftem Kontakt zu Übungsleitstelle, als auch zu dem Einsatzleiter und den Abschnittsleitern vor Ort standen. Die Besatzung des ELW1 stand ab diesem Zeitpunkt als Leitungsassistenten dem Einsatzleiter zur Verfügung, was für diesen eine immense Erleichterung bedeutet.

Nach rund drei Stunden war die Übung beendet und die Einsatzkräfte kehrten in ihre Unterkunft zurück.

Bei der anschließenden Nachbesprechung der Führungskräfte wurde schnell klar, dass die Übung ein Erfolg war und auch trotz der regionalbedingten Unterschiede eine sehr gute Zusammenarbeit möglich war.

Des weiteren machten sich die unterschiedlichen Stände der Digitalfunk-Umstellung bemerkbar. So waren die Hessischen Feuerwehren teilweise nur noch ausschließlich digital erreichbar, während die Baden-Württembergischen Feuerwehren nur auf Analogfunk setzten. Hierbei konnten sowohl der ELW2, als auch der GW-IuK punkten, da dort beide Funksysteme verbaut sind.

Die IuK-Gruppe Wiesbaden bedankt sich bei der Feuerwehr-Wiesbaden für die gute Unterstützung. Zudem auch ein Dank an die Bundeswehr, deren Gelände und Unterkünfte genutzt werden durften. Natürlich gilt der Dank auch allen Organisatoren aus den verschiedenen Einheiten von Feuerwehr und THW.

12/2014 Einsatz: Feuer im Hofgut

 Feuerwehr-Wiesbaden.de

vom 14.10.2014

 Von Feuerwehr Wiesbaden

 

Feuer im Hofgut

200.000,-€ Sachschaden hat ein Feuer in einem Seitenflügel des Hofguts Klarenthal verursacht. Das Feuer war gegen 05:40 Uhr aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des mittleren Teils des Seitenflügels. Der Seitenflügel wurde als Lagerstätte für das Hofgut genutzt. Mit 40 Einsatzkräften wurden die Flammen bekämpft. Unterstützt wurden die Kräfte der Berufsfeuerwehr durch die freiwilligen Feuerwehren. Durch das schnelle Eingreifen konnten die anliegenden Gebäudeteile vor dem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Verletzt wurde zum Glück niemand. Wie es zu dem Feuer kommen konnte wird zur Zeit durch Sachverständige und die Polizei ermittelt. Die IuK Gruppe unterstützte das Personal der Leitstelle Wiesbaden mit insgesamt 11 Helfern. Nach 5 Stunden war der Einsatz für die Kräfte der IuK beendet.

Durch die Einsatzfahrzeuge war die Straße voll gesperrt. Um den Anwohner und Hotelbesuchern die An- und Abfahrt hinter dem Hofgut zu gewährleisten, wurde die Sperrung immer wieder kurzfristig aufgehoben.

Der Einsatz wird sich noch bis in die Mittagstunden hinziehen.

Herausgeber / Ansprechpartner:
Feuerwehr Wiesbaden
Berufsfeuerwehr
Postfach: 39 20
65029 Wiesbaden
Tel.:0611 / 499-405
Fax.:0611 / 499-190

04/2014 Einsatz: Erneut Unwetter im Stadtgebiet

 Feuerwehr-Wiesbaden.de

vom 10.07.2014

 Von Feuerwehr Wiesbaden

 

Unwetter über Wiesbaden

Erneut kam es zu einer hohen Anzahl von Hilfeersuchen nach einem Gewitter
Durch den Starkregen, der aus mehreren Gewitterzellen über Wiesbaden herab ging, kam es zu einer Vielzahl von vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen. Nahezu alle Ortsteile von Wiesbaden waren durch das Unwetter betroffen. An der Auringer Mühle kam es durch die anstehenden Wassermassen an dem dortigen Wickerbach zu einer kritischen Situation, die durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr entschärft werden konnte. Insgesamt konnten durch die eingespielte Arbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren die Einsätze gut abgearbeitet und größere Schäden vermieden werden. Auf der Autobahn 66 kam der Verkehr durch den hohen Wasserstand auf der Fahrbahn teilweise zum Erliegen. Auch in dieser Nacht werden die ca. 150 Einsatzkräfte erneut wieder deutlich weniger Ruhe bekommen, um den Hilfeersuche der Wiesbadener Bürger nachzukommen und alle Einsätze abzuarbeiten.
Glücklicherweise kam es zu keinen Verletzten. Zur Schadenssumme dieser Nacht können keine Angaben gemacht werden. Die IuK Gruppe war insgesamt mit 8 Kräften vertreten. Hauptaufgabe war die Unterstützung der Mitarbeiter der Zentralen Leitstelle bei der Abarbeitung des Einsatzgeschehens.
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03/2012 Einsatz 08.12. 2012 (Noro-Virus)

Zu ihrem dritten Einsatz im Jahr 2012 wurde die IuK-Gruppe der Feuerwehr Wiesbaden in den frühen Morgenstunden des 8. Dezember alarmiert. Grund für die Anforderung war ein rettungsdienstlicher Großeinsatz, der sich am Biebricher Schiffsanleger abspielte. Auf einem Hotelschiff kam es seit dem Vorabend zu immer mehr erkrankten Personen, die unter Brechdurchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfen litten. Die Anzahl der betroffenen Personen stieg im Laufe der Nacht so rasant an, dass eine umfangreiche Betreuung seitens des Rettungsdienstes eingeleitet werden musste. Insgesamt wurden 4 Erkrankte in die Dr. Horst-Schmidt-Klinik eingeliefert, die restlichen Personen wurden auf dem Schiff, das mittlerweile unter Quarantäne gestellt wurde, direkt behandelt. Um die Koordinierung optimal gestalten zu können, sowie den anwesenden Führungskräften von Rettungsdienst und Feuerwehr eine uneingeschränkte Arbeit zu ermöglichen wurden die Kameraden der IuK um 03:42 Uhr alarmiert. Kurze Zeit später Rückte der ELW2 Richtung Biebrich aus und wurde dort aufgebaut. Neben der Zurverfügungstellung der technischen Möglichkeiten in Form von drei vollwertigen Arbeitsplätzen mit Funk und Telefon, wurde der ELW2 auch als Besprechungsraum für die regelmäßig stattfindenden Lagebesprechungen genutzt – bei Außentemperaturen im Minusbereich eine willkommene Gelegenheit, sich etwas aufzuwärmen. Der ELW2 diente fortan als Kommunikationsknotenpunkt. Anforderungen des Rettungsdienstes wurden weitergegeben, dringende Anliegen koordiniert sowie Presseanfragen an die zuständigen Personen vor Ort weitergeleitet. Von dem ebenfalls angerückten GW-IuK wurde das Zelt mit der dazugehörigen Heizung aufgebaut. Hier fanden im Verlauf des Einsatzes die Presseinformationen statt. Nachdem während der dritten Lagebesprechung am frühen Samstagnachmittag Entwarnung seitens der durchgeführten Proben gegeben wurde, konnte der Einsatz seitens der technischen Unterstützung der Einsatzleitung wieder zurückgefahren werden. Der Zwischenzeitig aufgestellte Schichtplan, der eine Einsatzzeit bis mindestens Montagmorgen vorsah, musste nicht mehr greifen. Der ELW2 sowie das Zusatzzelt wurde abgebaut und die Kameraden konnten den Einsatz nach etwa 16 Stunden beenden. Bei dem Krankheitserreger, der sich auf dem Schiff verbreitete, handelte es sich den Bestimmungen nach um den Noro-Virus. Er ist Auslöser für einen besonders bei Kindern und älteren Menschen gefährlichen Brechdurchfall, bei dem der Wasserhaushalt des Körpers schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Neben den Erkrankten auf dem Schiff, konnte auch bei den in die Dr. Horst-Schmidt-Klinik eingelieferten Patienten, nach einer etwa 3-4 stündigen Akutphase der Beschwerden eine deutliche Besserung des Allgemeinzustandes verzeichnet werden.

Land Hessen ELW 2 an Feuerwehr Wiesbaden übergeben – unterstützt Instandsetzung des Feuerlöschbootes –

Artikel: S. Stenzel/Wiesbaden112.de

Staatssekretär Werner Koch übergab am Donnerstag einen Zuwendungsbescheid für Investitionen am Feuerlöschboot. Das Löschboot der Feuerwehren Wiesbaden und Mainz soll für 250.000 Euro Instand gesetzt werden. Auch der bereits seit acht Monaten bei der Feuerwehr Wiesbaden stationierte Einsatzleitwagen (ELW 2) des Katastrophenschutzes des Landes Hessen wurde offiziell an Feuerwehrdezernent Detlev Bendel überreicht.

Für 250.000 Euro soll das Feuerlöschboot, das gemeinsam von den Feuerwehren Wiesbaden und Mainz betrieben wird, in den kommenden Monaten Instand gesetzt werden. Seit 2002 wurden immer wieder umfangreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten durchgeführt. 2012 erkannte man, dass die Aufarbeitung des Unterwasserschiffes im Heckbereich fortgeführt werden muss, um eine weitere  Nutzungsdauer des Feuerlöschbootes für mindestens weitere 15 Jahre sicherzustellen.

Übergabe ELW2 / Zuwendungsbescheid FLB 23.02.12Für die Arbeiten werden circa 36 Tonnen Stahl auf eine Fläche von rund 80 Quadratmetern bearbeitet und verbaut. Ein Großteil der Instandsetzungsarbeiten erfolgt durch umfangreiche Vorarbeiten der Feuerwehr, sodass hier die Instandsetzungskosten reduziert werden können.  Die entstehenden Kosten werden durch das Land Hessen mit rund 75.000 Euro unterstützt. Die restlichen Kosten von circa 125.000 Euro werden durch das Land Rheinland-Pfalz, die Landeshauptstadt Mainz sowie durch die Landeshauptstadt Wiesbaden getragen.

Das Feuerlöschboot wurde 1961 als Pionierfähre für die Bundeswehr von der Schimag Werft in Mannheim erbaut. Als der Standort der Flusspioniere 1987 aufgelöst wurde, kaufte die Berufsfeuerwehr Wiesbaden das Schiff dem Bund für eine Deutsche Mark ab. Übergabe ELW2 / Zuwendungsbescheid FLB 23.02.12Von November 1988 bis April 1989 wurde die Fähre für rund eine Million Deutsche Mark zum Feuerlöschboot auf einer Werft in Ginsheim-Gustavsburg umgebaut. 1989 erfolgte die Schiffstaufe auf den Namen „Branddirektor Franz Anton Schneider“, der von 1968 bis 1979 Branddirektor in Wiesbaden war.

Seit 1995 wird das Feuerlöschboot gemeinsam von den Feuerwehren Wiesbaden und Mainz betrieben. An dem zu diesem Zeitpunkt schon seit sechs Jahren im Dienst befindlichem Feuerlöschboot beteiligte sich im Rahmen eines Städtevertrags die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz nun finanziell und personell. Seitdem wird das Feuerlöschboot mit wechselnden Liegeplätzen (links- oder rechtsrheinisch) von beiden Ländern und Städten genutzt.

Indienststellung und offizielle Übergabe des Einsatzleitwagens 2

Übergabe ELW2 / Zuwendungsbescheid FLB 23.02.12Für den Bereich der Technischen Einsatzleitung konnte bereits im Juni der neue Einsatzleitwagen (ELW2) im Gesamtwert von 330.000 Euro als Führungsmittel an die Landeshauptsstadt Wiesbaden überführt werden. Das 340.000 Euro teure Fahrzeug ist Bestandteil des Katastrophenschutzes des Landes Hessen und konnte nun auch offiziell vom hessischen Innenministerium an Wiesbadens Feuerwehrdezernent Detlev Bendel übergeben werden.

Der Aufbau der Firma Binz mit einem Lage- und Einsatzraum mit integriertem Fernmeldebereich für die Information und Kommunikation wurde auf einem MAN-Fahrgestell aufgebaut. Mit einer umfangreichen IT- und EDV-Ausstattung dient der ELW2 zur Führung von Einsatzkäften bei größeren oder zeitintensiven  Einsatzstellen. Besetzt wird der ELW2 vom Führungsdienst der Berufsfeuerwehr und deren Fachberatern. Die IuK-Unterstützungsgruppe der Feuerwehr Wiesbaden betreibt den ELW2.

Wiesbaden112.de

 

Artikel Wiesbaden112.de

Um die Wiesbadener Berufsfeuerwehr im Bereich „Information- und Kommunikation (IuK)“ zu entlasten, wurde im letzten Jahr die „IuK-Unterstützungsgruppe“ gegründet. 22 Mitglieder aus den Katastrophenschutzeinheiten bilden die Gruppe, die ein vielfältiges Tätigkeitsfeld hat. Wiesbaden112.de begleitete die Ausbildung über mehrere Monate.

Mit dem Wunsch, die Freiwilligen Feuerwehren mehr einzubinden, traten die Wehrführer im letzten Jahr an die Berufsfeuerwehr heran. So wurde unter Anderem die „IuK-Unterstützungsgruppe“ ins Leben gerufen. Einige Mitglieder aus den verschiedenen Wiesbadener Freiwilligen Feuerwehren meldeten sich daraufhin und wurden in einem Infoabend über das Vorhaben aufgeklärt. Mit 22 Mitgliedern aus den Freiwilligen Feuerwehren und der DLRG startete Anfang 2009 die Ausbildung.

Das Tätigkeitsfeld der IuK-Unterstützungsgruppe ist dabei sehr vielfältig. So können die Gruppenmitglieder bei größeren Schadensereignissen die Technische Einsatzleitung (TEL) der Feuerwehr unterstützen und für einen reibungslosen Betrieb des Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) sorgen. In Katastrophenfällen wird auch der Stab auf der Feuerwache 2 von der Gruppe unterstützt. Dafür wurde in den regelmäßigen Treffen nicht nur Technik, sondern auch viel Wissen vermittelt. Eine Einführung in die genutzten Programme, wie das Krisenmanagementsystem „CENARIO ilias“, das Raumbezogene Informationssystem (RIS) der Stadt Wiesbaden oder das Wissensmanagementsystem der Wiesbadener Feuerwehr, aber auch der Führungsvorgang nach FwDV 100 und die Stabfunktionen und -sachgebiete standen auf dem Übungsplan.

Bei Unwetterlagen oder anderen Großschadensereignissen können die Gruppenmitglieder auch zur Unterstützung der Technischen Einsatzleitung in der Leitstelle herangezogen werden. Bei Großveranstaltungen, wie dem IronMan, besetzten sie bereits in der Vergangenheit das Bürgertelefon der Stadt. Doch auch für die Freiwilligen Feuerwehren wird die IuK-Gruppe interessant. So sollen in Zukunft Großübungen für die Freiwilligen Feuerwehren, den Katastrophenschutz und die Berufsfeuerwehr geplant und durchgeführt werden. Bei der Großübung der Jugendfeuerwehren in Rambach wurde bereits der ELW 2 durch die Gruppe betrieben und unterstütze so die Übungsleitung.

„Nachdem im ersten Jahr viele theoretische Grundlagen auf dem Plan standen, wollen wir im kommenden Jahr verstärkt unser Wissen in die Praxis umsetzen“, berichtet Michael Hörner. „Vor allem sollen die Stärken der Mitglieder gefunden werden, sodass jeder ein Aufgabengebiet findet, dass ihm besonders liegt und in dem er dann intensiv geschult werden kann.“

Im Fall der Fälle soll der Katastrophenstab in der Funktion als Sichter, bei der Lageaufbereitung (Erstellung von Lagekarten, Funk- und Fernmeldeplänen oder einem Einheitennachweis) oder als Sachbearbeiter der einzelnen Sachgebiete (S1 – Personal/Innerer Dienst, S2 – Lageführung, S3 – Einsatz, S4 – Material und Verpflegung, S5 – Presse und Öffentlichkeitsinformation und S6 – Information- und Kommunikation) unterstützen. Auch der Aufbau der Technik im Stabsraum und der Betrieb des ELW 2 werden durch die Gruppe sichergestellt. Ebenso wie der Betrieb der IuK-Zentrale als Funker oder Telefonist oder die Unterstützung in der GABC-Messzentrale.

Um genügend Routine zu bekommen, wurde im ELW 2 und im Stabsraum bereits regelmäßig praktisch geübt. Bei verschiedenen Übungsszenarien, wie einem Rheinhochwasser oder einem Großbrand in der HSK-Klinik, mussten die Teilnehmer als Übungsleitung, Technische Einsatzleitung im ELW 2 oder Katastrophenschutzstab fungieren. „In Zukunft soll die Gruppe auch verstärkt in Stabsübungen eingebunden werden“, so Werner Volkmar, der Seitens der Berufsfeuerwehr die Gruppebetreut. Zwei Stabsrahmenübungen, eine Räumungsübung in einem Krankenhaus und eine TEL-Übung in der Leitstelle stehen schon auf dem Übungsplan.

Seit Ende 2009 ist die Gruppe auch Einsatzbereit und kann mit dem Personen-Alarmierungssystem (PAS) per automatischem Anruf von der Leitstelle alarmiert werden. „Die IuK-Unterstützungsgruppe soll zukünftig sowohl bei kleinen, aber personalintensiven Einsätzen als auch bei langfristigen Einsätzen eingebunden werden“, erläutert Werner Volkmar. Dafür sollen in Kürze die Alarmstichworte festgelegt werden, bei denen die Gruppe dann hinzugezogen werden soll.

Von Sebastian Stenzel |  wiesbaden112.de | 23. März 2010