Unwetter besucht Wiesbaden

Am Freitag Nachmittag zog ein Unwetter mit heftigem Starkregen über Wiesbaden. Weil dann eine sehr große Menge an Notrufen in der Rettungsleitstelle einging, wurden wir zur Unterstützung in die Leitstelle alarmiert.

Hier halfen wir beim schnellen Sichten, Vorsortieren und Disponieren der anfallenden Einsatzsituationen. Neben kleinen und großen Wasserschäden beschäftigten die Rettungskräfte auch ein Verkehrsunfall, ein Küchenbrand, eine Brandmeldeanlage und eine größere Ölspur. Weiterhin fuhren wir mit einem Erkunderfahrzeug raus und waren darauf vorbereitet, einem 3. Einsatzleitdienst als Assistenz zur Seite zu stehen.

Nach etwas mehr als 3 Stunden waren die meisten Einsatzstellen fertig abgearbeitet und die Lage wieder entspannt.

Austritt von brennbarem Gas

Lagebesprechung

Am Montag, den 10. August 2020, wurde zunächst der Löschzug der Berufsfeuerwehr zu einem Flüssiggastank gerufen, dessen Sicherheitsventil aufgrund von erhöhtem Behälterdruck begonnen hat, das Gas entweichen zu lassen (um nicht irgendwann wegen Überdruck zu bersten). Zunächst nahm man an, die heftige Sonneneinstrahlung und die aktuelle Hitze wären der Grund für den Druckanstieg.

Wie sich jedoch herausstellte, gab es in unmittelbarer Nähe einen Defekt an einer Fernwärmeleitung, so dass das entweichende heiße Wasser auf den Tank einwirkte und der Behälterdruck noch immer ansteigend war.

Als weitere Maßnahmen verständigte man den verantwortlichen Fernwärmeversorger, damit die Leitung abgestellt werden kann, weiterhin begann man mit der Evakuierung umliegender Gebäude. Da man nun weitere Kräfte anforderte und mehrere Einsatzabschnitte bildete, wurde auch die IuK Gruppe dazu gerufen.

Abfackeln von brennbarem Gas

In den durch uns unterstützten Lagebesprechungen wurden die Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen, sowie die Koordination zwischen den verschiedenen Organisationen besprochen. Der Inhalt des Tanks wurde sodann in Zusammenarbeit mit einer hinzugezogenen Fachfirma über eine mobile Fackel kontrolliert abgebrannt, was den Behälter kühler werden lässt und den Innendruck absenkt. Um nicht weitere Probleme durch die Strahlungswärme zu bekommen, wurden umfangreiche Kühlungsmaßnahmen mit Wasser eingeleitet.

Da dieses Vorgehen den Behälterdruck wieder auf ein normales Niveau senken konnte, bestand nun keine weitere Gefahr mehr und sämtliche Kräfte konnten den Einsatz abschließen.

Großeinsatz nach Austritt von Reinigungsmitteln

Gefahrguteinsatz Nordenstadt am 31.01.2020

In Wiesbaden-Nordenstadt kam es am Mittag des 31.01.2020 zu einem Großeinsatz, nachdem es in einem Fass mit Säure in einem Gewerbebetrieb in Wiesbaden-Nordenstadt zu einer ungewollten chemischen Reaktion kam.

Da hier umfangreiche Arbeiten unter Chemikalienschutzanzügen mit anschließender Dekontamination erforderlich waren, wurden zahlreiche Kräfte, darunter auch der Dekon-Zug, die Logistikgruppe und die IuK-Gruppe dorthin entsandt.

Wir übernahmen die Kommunikation zwischen Leitstelle und Einsatzstelle, sowie die Darstellung der Lagekarte, das Dokumentieren der Kräfteübersichten sowie der Lagebesprechungen und kümmerten uns um die Bildübertragung zum rückwärtigen Führungsstab neben der Leitstelle.

Etwa 12 Stunden später konnten ein Entsorger das Fass mit dem unklaren, aber nun nicht mehr reagierendem Gemisch beseitigen und alle Kräfte einrücken.