02/2011 Funktionsprüfung der passiven Gebäudefunkanlage in der HSK

Funktionsprüfung der passiven
Gebäudefunkanlage in der
HSK, Dr. Horst Schmidt Klinik

Am 26.03.2011 stellte sich die IuK-Gruppe der Feuerwehr Wiesbaden der Aufgabe, in der HSK, Dr. Horst Schmidt Klinik, mit einer Funkübung die passive Gebäudefunkanlage auf
ihre Funktion zu prüfen. Hierbei sollten Erkenntnisse gewonnen werden, die im
Einsatzfall für die Feuerwehr, aber auch für die HSK als Betreiber der Anlage
von wichtiger Bedeutung sein können.

Die HSK  verfügt über mehrere Gebäudeteile, die größtenteils miteinander verbunden sind und im höchsten Bauteil 8 Obergeschosse, EG und 2 Untergeschossen besitzt. Bei solch einem Objekt  ist eine Gebäudefunkanlage im Einsatzfall von hoher Wichtigkeit.

Am Samstag, den 26.03.2011 um 8:00 Uhr rückte die IuK-Gruppe mit 15 Mann, zwei ELW1, dem ELW2 und einem MTF in der HSK an. Die ELW1 und der ELW2 wurden wie im Krankenhauseinsatzplan der HSK an dem dafür vorgesehenen Stellplatz in Stellung gebracht. Die beiden ELW1 wurden dort an die Einspeisepunkte der Gebäudefunkanlage angeschlossen. Nach einer kurzen Einweisung im ELW2 durch den Kameraden Herborn und den Brandschutzbeauftragten der HSK, Herrn Walz, die diese Übung vorbereitet haben, konnte die Funkübung starten. Mit zwei Trupps wurden 146 festgelegte Punkte in der Klinik angelaufen. Von diesenPunkten wurden der Einspeisepunkt an der Brandmeldeanlage (BMA), die beiden ELW1 sowie der ELW2 angesprochen. Hierbeiwurde der Empfang überprüft und in einer Überprüfungsmatrix festgehalten. Gegen 16:00 Uhr wurden alle Punkte angelaufen und die Funkübung konnte erfolgreich beendet werden. Im Zuge dieser Übung wurden wichtige Erkenntnisse festgestellt. Abschließend bedankt sich die IuK-Gruppe  der Feuerwehr Wiesbaden bei der HSK, Dr. Horst Schmidt Klinik, sowie bei dem Brandschutzbeauftragten der HSK für die gute Zusammenarbeit.

Bericht: N. Herborn

Artikel Wiesbaden112.de

Um die Wiesbadener Berufsfeuerwehr im Bereich „Information- und Kommunikation (IuK)“ zu entlasten, wurde im letzten Jahr die „IuK-Unterstützungsgruppe“ gegründet. 22 Mitglieder aus den Katastrophenschutzeinheiten bilden die Gruppe, die ein vielfältiges Tätigkeitsfeld hat. Wiesbaden112.de begleitete die Ausbildung über mehrere Monate.

Mit dem Wunsch, die Freiwilligen Feuerwehren mehr einzubinden, traten die Wehrführer im letzten Jahr an die Berufsfeuerwehr heran. So wurde unter Anderem die „IuK-Unterstützungsgruppe“ ins Leben gerufen. Einige Mitglieder aus den verschiedenen Wiesbadener Freiwilligen Feuerwehren meldeten sich daraufhin und wurden in einem Infoabend über das Vorhaben aufgeklärt. Mit 22 Mitgliedern aus den Freiwilligen Feuerwehren und der DLRG startete Anfang 2009 die Ausbildung.

Das Tätigkeitsfeld der IuK-Unterstützungsgruppe ist dabei sehr vielfältig. So können die Gruppenmitglieder bei größeren Schadensereignissen die Technische Einsatzleitung (TEL) der Feuerwehr unterstützen und für einen reibungslosen Betrieb des Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) sorgen. In Katastrophenfällen wird auch der Stab auf der Feuerwache 2 von der Gruppe unterstützt. Dafür wurde in den regelmäßigen Treffen nicht nur Technik, sondern auch viel Wissen vermittelt. Eine Einführung in die genutzten Programme, wie das Krisenmanagementsystem „CENARIO ilias“, das Raumbezogene Informationssystem (RIS) der Stadt Wiesbaden oder das Wissensmanagementsystem der Wiesbadener Feuerwehr, aber auch der Führungsvorgang nach FwDV 100 und die Stabfunktionen und -sachgebiete standen auf dem Übungsplan.

Bei Unwetterlagen oder anderen Großschadensereignissen können die Gruppenmitglieder auch zur Unterstützung der Technischen Einsatzleitung in der Leitstelle herangezogen werden. Bei Großveranstaltungen, wie dem IronMan, besetzten sie bereits in der Vergangenheit das Bürgertelefon der Stadt. Doch auch für die Freiwilligen Feuerwehren wird die IuK-Gruppe interessant. So sollen in Zukunft Großübungen für die Freiwilligen Feuerwehren, den Katastrophenschutz und die Berufsfeuerwehr geplant und durchgeführt werden. Bei der Großübung der Jugendfeuerwehren in Rambach wurde bereits der ELW 2 durch die Gruppe betrieben und unterstütze so die Übungsleitung.

„Nachdem im ersten Jahr viele theoretische Grundlagen auf dem Plan standen, wollen wir im kommenden Jahr verstärkt unser Wissen in die Praxis umsetzen“, berichtet Michael Hörner. „Vor allem sollen die Stärken der Mitglieder gefunden werden, sodass jeder ein Aufgabengebiet findet, dass ihm besonders liegt und in dem er dann intensiv geschult werden kann.“

Im Fall der Fälle soll der Katastrophenstab in der Funktion als Sichter, bei der Lageaufbereitung (Erstellung von Lagekarten, Funk- und Fernmeldeplänen oder einem Einheitennachweis) oder als Sachbearbeiter der einzelnen Sachgebiete (S1 – Personal/Innerer Dienst, S2 – Lageführung, S3 – Einsatz, S4 – Material und Verpflegung, S5 – Presse und Öffentlichkeitsinformation und S6 – Information- und Kommunikation) unterstützen. Auch der Aufbau der Technik im Stabsraum und der Betrieb des ELW 2 werden durch die Gruppe sichergestellt. Ebenso wie der Betrieb der IuK-Zentrale als Funker oder Telefonist oder die Unterstützung in der GABC-Messzentrale.

Um genügend Routine zu bekommen, wurde im ELW 2 und im Stabsraum bereits regelmäßig praktisch geübt. Bei verschiedenen Übungsszenarien, wie einem Rheinhochwasser oder einem Großbrand in der HSK-Klinik, mussten die Teilnehmer als Übungsleitung, Technische Einsatzleitung im ELW 2 oder Katastrophenschutzstab fungieren. „In Zukunft soll die Gruppe auch verstärkt in Stabsübungen eingebunden werden“, so Werner Volkmar, der Seitens der Berufsfeuerwehr die Gruppebetreut. Zwei Stabsrahmenübungen, eine Räumungsübung in einem Krankenhaus und eine TEL-Übung in der Leitstelle stehen schon auf dem Übungsplan.

Seit Ende 2009 ist die Gruppe auch Einsatzbereit und kann mit dem Personen-Alarmierungssystem (PAS) per automatischem Anruf von der Leitstelle alarmiert werden. „Die IuK-Unterstützungsgruppe soll zukünftig sowohl bei kleinen, aber personalintensiven Einsätzen als auch bei langfristigen Einsätzen eingebunden werden“, erläutert Werner Volkmar. Dafür sollen in Kürze die Alarmstichworte festgelegt werden, bei denen die Gruppe dann hinzugezogen werden soll.

Von Sebastian Stenzel |  wiesbaden112.de | 23. März 2010

 

01/2011 Großveranstaltungen in Wiesbaden 10.04.2011

Großveranstaltungen in Wiesbaden

Am 10. April 2011 hat in Wiesbaden die Auftaktveranstaltung der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) stattgefunden. Ebenso haben sich an diesem Tag noch weitere Veranstaltungen im Stadtgebiet ereignet. Diese waren der Ostermarkt in der Fußgängerzone, der Stoffmarkt auf dem Dernsches Gelände, eine Autoausstellung auf dem Schlossplatz, der Verkaufsoffene Sonntag und ein Straßenrennen in Mainz-Kastel.

Für diesen Tag wurden über 200.000 Besucher in Wiesbaden erwartet. Dies hat die Ämter der Stadt Wiesbaden dazu veranlasst, ihre Kommunikation und Führungsstruktur für Großveranstaltungen zu testen. Aus diesem Grund wurde die Technische Einsatzleitung (TEL) der Gefahrenabwehr aktiviert, daraus folgte ein Einsatz der IuK-Unterstützungsgruppe Wiesbaden.

Die IuK-Gruppe hat an diesem Tag Lagebilder einzelner Veranstaltungsorte auf die Feuerwache 1 übertragen und dort der TEL zur Verfügung gestellt.

Das Zusammenspiel zwischen den Kräften vor Ort, der Besatzung des Einsatzleitwagens 2 (ELW), der als Abschnittsleitung eingesetzt wurde, der IuK-Zentrale und der TEL, stellte sich als ein sehr gut funktionierendes System heraus. Der Informationsstand der TEL beruhte somit nicht nur auf Berichten, sondern auch auf verschiedenen Lagebildern.

Die IuK-Gruppe wurde von 16 Kameraden vertreten und setzte an diesem Tag einen Einsatzleitwagen 1 und 2, ein Mannschaftstransportfahrzeug und einen Kradmelder ein.

Für die Bildübertragung und Bereitstellung wurden hierbei zwei verschiedene Übertragungswege erprobt.

Diese waren zum einen die Bildübertragung über UMTS auf einen FTP-Server, der die Bilder dann über eine Webseite darstellte. Die zweite Lösung wurde von „Notfunk Deutschland e.V.“ bereitgestellt, über eine Amateurfunkübertragung zur Feuerwache 1 wurden die Bilder übermittelt. Diese wurden ebenfalls auf der Website angezeigt.

Als Fazit kann man sagen, dass die Bildübertragung der IuK Gruppe sehr gut funktioniert, da diese reibungslos ablief.

01/2010 Einsatz 14. 7. 2010 (Sturmtief Olivia)

Am Mittwoch, dem 14. Juli 2010, gegen 19.00 Uhr,  erreichte das angekündigte Unwettertief „Olivia“ das Rhein-Main-Gebiet, und zog kurz aber heftig über Wiesbaden hinweg. Mit rund einer halben Stunde Orkanböen, Starkregen und Gewitter hielt es die Rettungskräfte auf Trab. Für Wiesbaden wurde Vollalarm ausgelöst. In der Blücherstraße dauerte ein Einsatz allein bis Donnerstag nachmittag. Zwei Personen wurden schwer verletzt.

Neben allen Freiwilligen Feuerwehren und dem THW wurde auch die IuK-Gruppe zur Unterstützung alarmiert. Nach kurzer Zeit trafen mehrere Mitglieder der Gruppe auf der Feuerwache 1 ein, und begannen sofort mit der Unterstützung der Kollegen in der Leitstelle.  Ein Kamerad wurde mit der Aufgabe betraut, eine detallierte Lagekarte zu erstellen. Die übrigen Mitglieder der IuK-Gruppe rüsteten sich mit den dafür vorgesehenen Erkunder-Koffern aus, und besetzten  mit je einem Mitarbeiter des Einsatzleitdienstes jeweils ein Erkundungsfahrzeug. In zahlreichen Überpüfungen von Schadenslagen sichteten die Erkundungsteam die gemeldeten Schäden und sorgten dafür, dass rasche Hilfe der alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren und des THW an die Einsatzstellen dirigiert werden konnte. Nach rund 12 Stunden Einsatz-
tätigkeit rückte auch das letzte Erkunderteam wieder auf die Wache ein.

Weitere Infos : Unwettertief „Olivia“ hatte Wiesbaden fest im Griff by Wiesbaden112.de