
Ein Großbrand auf dem Gelände einer Papierfabrik im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim am Vormittag des 20. April, war der Grund für einen Großeinsatz, der von der Feuerwehr Wiesbaden bewältigt werden musste. Altpapier, gelagert auf einer Freifläche von ca. 30 m mal 50 m, stand im Vollbrand. Schnell war dem Einsatzeiter klar, dass die zuerst alarmierten Einheiten in Form der Werkfeuerwehr, dem Löschzug der Berufsfeuerwehr und der FF Kostheim nicht ausreichen würden. Unverzüglich wurden weitere Einsatzkräfte nachgefordert. Neben den Freiwilligen Wehren aus den Stadtteilen Mainz-Kastel, Biebrich und Stadtmitte, wurde auch die IuK-Unterstützungsruppe der Feuerwehr Wiesbaden alarmiert. Der ELW2 sowie der GW-IuK fuhren die Einsatzstelle im Süden Wiesbadens an. Nachdem der ELW2 betriebsbereit war, konnte die Einsatzleitung umfassend Unterstützt werden. Er diente fortan als Anlaufstelle für die nachgeforderten Einheiten und bildete das Bindeglied zwischen der Zentralen Leitstelle auf der Wache 1 sowie der Einsatzleitung vor Ort. Weiterhin war er Treffpunkt der Verantwortlichen für die regelmäßig einberufenen Lagebesprechungen. Die Meldungen und Nachforderungen der zeitweise vier gebildeten Einsatzabschnitte, konnten zentral vom ELW2 aus weitergegeben und bearbeitet werden. Das IuK-Personal unterstützte zudem die Einsatzabschnittsleiter beim Einholen von Informationen und lotste angeforderte Kräfte – ob Feuerwehr oder extern in Form von Radladern – zu ihren Einsatzorten.
Neben der Unterstützung an der Einsatzstelle, konnte auch das Personal auf der Leitstelle durch Kameraden der IuK entlastet werden. Der eigentliche Einsatzablauf gliederte sich zu Beginn in der Herstellung einer stabilen Wasserversorgung und dem Schutz der angrenzenden Produktions- und Lagerhallen. Nachdem das offene Feuer soweit abgelöscht war, begannen die äußerst umfangreichen Nachlöscharbeiten. Der in Brand geratene Papierhaufen, dessen Gesamtmasse auf etwa 100 t geschätzt wurde, musste in mühevoller Arbeit komplett umgeschichtet werden.Die von den Radladern immer wieder aufgerissenen Glutnester wurden direkt abgelöscht.
Etwa 9 Stunden nach Einsatzbeginn, war die Hauptarbeit getan und einzelne Einheiten wurden nach und nach aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst. Auch die IuK-Gruppe, die mit 10 Mann beteiligt war, konnte ihre Gerätschaften wieder zurückbauen und den Einsatz beenden.
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