Wiesbaden112.de
vom 23.06.2013
Von Michael Ehresmann
Erneut Großbrand auf dem Gelände der Firma Knettenbrech

Am 16 Juni kam es, nur knapp drei Monate nach dem letzten Großbrand, wieder zu einem Brand einer Lagerfläche bei der Firma Knettenbrech bei Biebrich. Knapp sieben Stunden lang löschten über 60 Einsatzkräfte bei hohen Außentemperaturen den Müllhaufen. Wieder kam es zu Problemen bei der Wasserversorgung.
Kurz nach 11 Uhr rückten die Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Biebrich zum Firmengelände nahe der Deponie aus. Eine dichte Rauchsäule zeigte ihnen bereits den Weg zum Brandort.

Auf der gleichen Lagerfläche, die bereits am 1. März dieses Jahres in Brand geraten war, brannten wieder große Mengen Müll. Auch auf ein weiteres bekanntes Problem trafen die Einsatzkräfte erneut: Die Wasserversorgung auf dem Betriebsgelände reichte bei Weitem nicht aus, sodass lange Schlauchleitungen zu anderen Zisternen und Hydranten gelegt werden mussten.
Um die Einsatzkräfte bei den hohen Außentemperaturen nicht zu überlasten, wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Rambach, Sonnenberg, Nordenstadt und Erbenheim hinzugezogen. Auch ein zweiter Einsatzleitwagen sowie die IuK-Unterstützungsgruppe wurden zur Einsatzleitung nachalarmiert. Die Versorgung der Einsatzkräfte gewährleistete die Logistikgruppe der FF Stadtmitte.

Mit firmeneigenen Maschinen konnten große Mengen des brennenden Müllhaufens aus der Halle gezogen und im Freien gelöscht werden. Da sich diese Löscharbeiten jedoch sehr aufwändig gestalten, dauerte es bis etwa 18 Uhr, bis die letzten Einsatzkräfte einrücken konnten. Die Rauchwolke, die anfangs in Richtung Autobahn zog, verflüchtigte sich zum Glück noch über dem Deponiegelände.
Als Brandursache vermutet die Feuerwehr Selbstentzündung durch einen Wärmestau im gelagerten Recyclingmaterial. Der Sachschaden wird auf 50.000 Euro geschätzt.



Beim Brand einer Lagerhalle in der Königsteiner Straße, entstand letzte Nacht ein Sachschaden in Millionenhöhe. Die Halle einer Wiesbadener Holzhandlung stand beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits im Vollbrand und stürzte kurze Zeit später komplett ein.
Außerdem mussten mehrere brennende PKW gelöscht werden, die in der Königsteiner Straße geparkt waren und durch die Hitzestrahlung in Brand gerieten. Ein mit Granulat beladener LKW der unmittelbar neben dem Gelände des Holzhandels abgestellt war, wurde ebenfalls beschädigt und musste mit erheblichen Wassereinsatz vor den Flammen geschützt werden.
Wegen der starken Hitze- und Rauchentwicklung wurden die Anwohner darüber informiert, Fenster und Türen bis auf weiteres geschlossen zu halten. Meßfahrzeuge der Feuerwehr prüften im gesamten Einsatzbereich immer wieder die Rauchkonzentration. Trotzdem verfolgten Unmengen an Schaulustigen über Stunden hinweg den Löscheinsatz der Feuerwehr. Während des Einsatzes wurden mehrere Straßen von der Polizei gesperrt, wodurch es im morgendlichen Verkehr zu Behinderungen kam.